FAQ

 

Unter diesem Menüpunkt habe ich einige Fragen für Sie zusammengestellt, die von Rechtssuchenden oft gestellt werden.

 

Anwalt im Scheidungsverfahren

Gem. § 78 Abs. 2 ZPO besteht bei einer Ehescheidung Anwaltszwang für den Antragsteller, der  andere Ehepartner muss nicht anwaltlich vertreten sein, es sei denn er will selbst eigene Anträge stellen. Eine gemeinsame Vertretung vor Gericht beider Ehepartner durch denselben Anwalt ist nicht möglich.

In anderen Familienrechtsstreitigkeiten, die nicht zusammen mit der Ehescheidung entschieden werden (z.B. Kindesunterhalt, der nach der Ehe beantragt wird), ist nur in Ausnahmefällen eine anwaltliche Vertretung vor Gericht Pflicht.

 

Anwaltliche Vertretung in Zivil- und Verwaltungssachen

In Zivilstreitigkeiten ist eine anwaltliche Vertretung grundsätzlich nur in Verfahren vor dem Landgericht, dem Oberlandesgericht oder dem Bundesgerichtshof notwendig. Bei Verfahren, die vor dem Amtsgericht stattfinden (in der Regel bei einem Streitwert unter 5000€ bzw. in Mietrechtsstreitigkeiten) ist ein Anwalt meistens keine Pflicht.

Ist anwaltliche Vertretung vorgeschrieben und man erscheint bei dem anberaumten Termin ohne Anwalt, gilt man als nicht erschienen und es kann ein Versäumnisurteil erlassen werden, aus dem vollstreckt werden kann.

In Verfahren vor Verwaltungsgerichten herrscht bis auf einige Ausnahmen kein Anwaltszwang.

  

Anwaltskosten

Sie erwarten von Ihrem Rechtsanwalt Seriosität, Zuverlässigkeit, sorgfältige und zügige Bearbeitung Ihres Problems, die auch entsprechend vergütet werden muss.

Für eine Erstberatung, die Ihnen einen ersten Überblick über die rechtlichen Probleme Ihrer Rechtsfrage geben soll, berechne ich eine Gebühr in Höhe von 30-190€ zzgl. USt., es sei denn auf Grund des Umfangs oder der Schwierigkeit des Falls muss eine Honorarvereinbarung abgeschlossen werden. Fragen Sie einfach unverbindlich bei mir an, wie hoch mein Honorar für mein Tätigwerden in Ihrer Sache sein wird.

Für das Tätigwerden in einer (außer-)gerichtlichen Tätigkeit darf ich Ihnen nur die Gebühren berechnen, die durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) festgelegt sind. Nach unten darf nicht abgewichen werden, nach oben nur durch eine Vereinbarung, wie üblicherweise bei strafrechtlichen oder  schwierigen verwaltungsrechtlichen Verfahren.

Für nähere Informationen hinsichtlich der einzelnen Gebühren schicke ich Ihnen gerne kostenlos eine Broschüre des DAV. Schreiben Sie einfach eine Mail an info@rechtsanwalt-werther.de mit dem Betreff: Infobroschüre und teilen Sie mir Ihre Adresse mit. 

 

Beratungshilfe

Zu diesem Thema habe ich unter dem Menüpunkt Mandanteninformationen ein Merkblatt zusammengestellt, welches Sie kostenlos herunterladen können.

 

Berufshaftpflichtversicherung

Auch Anwälte machen Fehler. Damit diese Fehler und der dadurch entstandene Schaden nicht zu Lasten des Mandanten geht, ist jeder Anwalt dazu verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Weiterhin ist er dazu verpflichtet, gegenüber dem Mandanten seinen Fehler zu offenbaren.

 

Gerichtskosten

Von dem Honorar des Anwalts sind die Gerichtskosten streng zu trennen.

Gerichtskosten sind in der Regel von der klagenden Partei zu zahlen und vollständig bei Einleitung der Klage zu entrichten. Am Ende des Rechtsstreits entscheidet der Richter für die jeweilige Instanz von wem die Gerichtskosten und die Anwaltsgebühren zu erstatten sind. Hatte die Klage nur teilweise Erfolg, wird eine Kostenquote zwischen Kläger und Beklagter (z.B.: 20/80) gebildet.

Muss die Gegenseite die Kosten ganz oder nur teilweise tragen und ist diese Partei vermögenslos (geworden), so haftet – trotz gegenteiliger Kostenentscheidung des Gerichts – der obsiegende Kläger als Zweitschuldner der Gerichtskasse auf die Gerichtskosten. Eine Erstattung findet in solchen Fällen nicht statt.

Sind die Anwaltshonorare bei der Gegenseite nicht oder nicht vollständig eintreibbar, so haftet der Mandant als Auftraggeber selbstverständlich für die Anwaltsgebühren.

Eine Ausnahme von dem Prinzip „Die unterlegene Partei zahlt die Kosten des Rechtsstreits“ gilt für Verfahren vor dem Arbeitsgericht in erster Instanz. Hier bezahlt jede Partei ihren Rechtsanwalt. Eine Erstattung von Anwaltshonoraren findet nicht statt.

 

Pflichtverteidiger

In Fällen der notwendigen Verteidigung (§ 140 StPO) muss dem Beschuldigten ein Pflichtverteidiger beigeordnet werden, wenn er keinen Wahlverteidiger in Anspruch nimmt. Pflichtverteidigung ist vor allem dann notwendig, wenn dem Beschuldigten ein Straftatbestand zur Last gelegt wird, in dem eine Mindestfreiheitsstrafe von 1 Jahr vorgesehen ist. Es ist üblich, dass man selbst Wünsche hinsichtlich des Pflichtverteidigers äußern kann.

 

Prozesskostenhilfe (PKH)

Zu diesem Thema habe ich unter dem Menüpunkt Mandanteninformationen ein Merkblatt zusammengestellt, welches Sie kostenlos herunterladen können.

 

Rechtsschutzversicherung

Sollten Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen,  obliegt Ihnen  selbst die Prüfung, ob die Kosten für eine Beratung oder ein anwaltliches Tätigwerden (z.B. Prozessführung) in dieser konkreten Sache auch von der Versicherung vollständig oder teilweise übernommen werden. Hierzu zählt auch die Frage, ob von Ihnen bei Versicherungsschutz eine mit Ihnen zuvor vereinbarte Selbstbeteiligung zu tragen ist.

Auf ausdrücklichen Wunsch übernehmen wir für Sie die Kostendeckungsanfrage und die laufende Korrespondenz mit Ihrer Rechtsschutzversicherung. Dies ist indes grundsätzlich von Ihnen zu bezahlen, ohne dass eine Erstattungsmöglichkeit besteht. In vielen Fällen sehe ich aber mein Tätigwerden gegenüber der Rechtsschutzversicherung als kostenlose Dienstleistung für meine Mandanten an und verzichte auf eine Extra-Abrechnung.

Soweit bereits eine Deckungszusage von Ihrer Rechtsschutzversicherung erteilt ist, können wir die auf Sie lautende Honorarrechnung auf Wunsch auch direkt an die Versicherung übersenden. Dazu benötigen wir die Nummer Ihrer Rechtsschutzversicherungs-Police sowie die sog. Schaden-Nr. (beides ist der Deckungszusage zu entnehmen).

Auskünfte über die Einzelheiten erteilen Ihnen die zuständigen Sachbearbeiter der Versicherungen.

 

Studenten

Für Studenten der Universität Koblenz-Landau biete ich in Zusammenarbeit mit dem AStA Landau jeden 2.+4. Dienstag im Monat von 17-19.00 Uhr in meinen Kanzleiräumen eine kostenlose Erstberatung für rechtssuchende Studierende an. Wenn Sie ein Beratungsgespräch haben möchten, setzen Sie sich bitte mit mir zuvor telefonisch in Verbindung. Ohne vorherige Terminsabstimmung wird kein Termin stattfinden! Weiterhin darf ich nur diesen Studenten eine Beratung geben, die  ihren Studentenausweis vorzeigen können. Bringen Sie diesen also bitte zu dem Termin mit!